Wandern

Die Sächsische Schweiz: Wandern im Elbsandsteingebirge

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Ein wahrhaft traumhaftes Stück Landschaft bietet sich dem passionierten Wanderer und Naturliebhaber südöstlich von Dresden. Auf beiden Seiten der Elbe erstreckt sich das Elbsandsteingebirge bis nach Tschechien hinein. Der deutsche Abschnitt wird gemeinhin Sächsische Schweiz genannt, während das Gebiet jenseitig der Grenze den Namen „Böhmische Schweiz“ trägt. Die eindrucksvolle Natur mit ihren bizarren Felsnadeln, beeindruckenden Plateaus und geschwungenem Elbtal ist Anziehungspunkt für Wanderer und Kletterer gleichermaßen. Selbst die Romantiker konnten sich ihrer Zeit nicht der mystischen Schönheit des Ortes erwehren und siedelten einige ihrer Kunstwerke in dieser Gegend an. Eines der prominentesten Stücke ist wohl „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich.

Ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ist der beschauliche Ort Rathen. Er ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug von Dresden aus gut zu erreichen. Geteilt wird der kleine 300-Einwohner-Ort von der Elbe. Eine Fähre verbindet Niederrathen mit Oberrathen. Die Felsformation oberhalb von Rathen, genannt „Bastei“, ist eines der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. In der Felsenbühne finden regelmäßig erstklassige Aufführungen statt. Von Rathen aus schlängeln sich viele schöne Wanderwege tiefer hinein in das Elbsandsteingebirge.

Ein kultureller Höhepunkt ist die Festung Königstein. Sie thront eindrucksvoll auf einem großen Tafelberg über dem Elbtal. Eine besonders stilvolle Anreise zu einer Besichtigung ist eine Dampfschifffahrt von Dresden nach Königstein. Von dem Anleger an der Elbe hinauf zur Burg ist es nur eine kurze Wanderung. Die Aussicht von der Festung aus über das Elbtal lohnt den 240 m hohen Aufstieg aber allemal. In der Burg selbst gibt es zum Beispiel den zweittiefsten Burgbrunnen Europas zu besichtigen, der ganze 152 m tief ist.

Ein sehr beliebter Rundwanderweg innerhalb der Sächsischen Schweiz ist der Malerweg. Er bekam seinen Namen, weil viele Maler die Felsformationen, an denen er entlangführt, auf ihre Leinwände bannten. Zu kaum einem anderen Wanderweg passt der Ausdruck „malerisch“ so gut wie zum Malerweg. Offiziell ist der 112 km lange Rundweg in acht Etappen eingeteilt. Etwa zwei Drittel davon verlaufen rechtselbisch. Start- und Endpunkt ist in dem Städtchen Pirna. Der Malerweg führt auch an der Festung Königstein vorbei.

Eine beliebte Freizeitbeschäftigung im Elbsandsteingebirge ist neben dem Wandern auch das Klettern. Mit über 1100 Klettergipfeln steht hier ein großer Abenteuerspielplatz zur Verfügung. Doch auch als Wanderer kommt man manchmal in die Verlegenheit, ein wenig klettern zu müssen. So verlaufen offizielle Wanderwege nicht selten über Treppen, Leitern oder entlang von steilen Felsen mit Halteseilen zur Sicherung.