So stellt man den Trekkingrucksack richtig ein

Egal ob Daypack oder großer Trekkingrucksack. Das A und O ist die Passung zwischen dem Rucksack und seinem Träger. Der teuerste Rucksack kann selbst mit wenig Gepäck zur Qual werden, wenn die Riemen nicht richtig sitzen. Das führt zu Rückenschmerzen, verspannten Schultern und einem ungenießbaren Wandertag. Dabei ist die richtige Einstellung ganz einfach, wenn man ein paar Anweisungen befolgt!

  • Die passende Rückenlänge: Bereits beim Rucksackkauf sollte man auf die individuelle Rückenlänge achten. Bei vielen Trekkingrucksäcken lässt sich diese innerhalb eines bestimmten Bereichs auch verstellen. Die persönliche Rückenlänge ist der Abstand zwischen 7. Halswirbel und Oberkante des Beckenknochens.
  • Alle Riemen lösen: Ehe der Rucksack aufgesetzt wird, sollten alle Riemen am Tragesystem auf die maximale Länge gestellt werden. Dies sind in der Regel die Riemen an den Hüftflossen, an den Schulterriemen und oft noch die Lageverstellriemen zwischen Schulterriemen und Unterkante des Deckels.
  • Hüftflossen einstellen: Die Hüftflossen müssen sehr eng auf dem Beckenkamm aufliegen. Der Beckenkamm ist normalerweise deutlich zu spüren und liegt ein wenig nach unten versetzt links und rechts vom Bauchnabel. Es müssen genau die Mitten der Hüftflossen dort aufliegen. Wenn der Rucksack bereits befüllt ist, stellt man ihn am besten hinter sich auf eine Tischkante oder Ähnliches, während man vorne die Hüftflossen ordentlich festzieht. Das Hauptgewicht des Rucksacks soll hier deutlich auf der Hüfte liegen.
  • Schulterriemen kürzen: Oft kippt der Rucksack nach hinten weg, wenn er nur mit den Hüftflossen festgemacht ist. Daher werden im nächsten Schritt die Schulterriemen vorsichtig angezogen. Da das Rucksackgewicht bereits auf der Hüfte ruht, dienen die Schulterriemen ausschließlich dazu, das Wegkippen des Rucksacks nach hinten zu unterbinden.
  • Lageverstellriemen kürzen: Als Letztes werden die Lageverstellriemen angezogen. Diese stabilisieren den hohen Trekkingrucksack zusätzlich so, dass das Gewicht möglichst nahe am Rücken bleibt und wenig schwingt. Ein 45°Winkel zwischen diesen Riemen und dem Rucksackrücken ist ideal.