Wandern

Mit oder ohne Wanderstöcke?

Der Wanderstock hat etwas sehr Altmodisches an sich. Man stellt ihn sich als mehr oder weniger naturbelassenen Holzstock vor, der von Hand mit Schnitzereien verziert wurde und vielleicht Marken zu den bisherigen Wanderungen an sich hat. Dann gibt es natürlich die neue Generation von Wanderstöcken. Super-leichte, gefederte und einfahrbare Stöcke mit ergonomisch geformten Handgriffen, den Skistöcken nicht unähnlich. Wanderer, die sie benutzen, werden nicht selten belächelt von ihren stocklosen Kollegen.

Doch hatten die Leute in alten Zeiten durchaus einen guten Grund, stets einen Stock bei sich zu tragen. Sieht man von seiner Verwendungsmöglichkeit als Schlagwaffe zur Verteidigung vor Räubern und wilden Tieren einmal ab, bringt er eine deutliche Erleichterung auf dem anstrengenden Wanderweg. Insbesondere auf unwegsamen Pfaden, die viele Stolperfallen in sich bergen, stabilisiert der Wanderstock ungemein. Ebenso beim Furten von Flüssen mit steinigem Bett. Gegen manche Strömungen kommt man mit Gepäck und ohne Stock kaum an. Zusätzlich stabilisieren Wanderstöcke den Gang und schützen so Gelenke und Sehnen. Bei schwerem Gepäck entlasten sie außerdem die Beine, da ungefähr 10 % des Gesamtgewichts über die Arme und Stöcke getragen werden.

Somit bieten sich Wanderstöcke für unwegsames Gelände an und für Touren mit schwerem Gepäck. Personen mit Hüft- oder Knieleiden profitieren jederzeit von der entlastenden und stabilisierenden Funktion der Wanderstöcke.