Wandern

Der passende Wanderschuh für jede Tour


Nichts ist wichtiger auf einer Wanderung als ordentliches Schuhwerk. In ihm verbringt der Wanderer den ganzen Tag, oft sogar mehrere Tage hintereinander. Eine große Frage lautet: Wie vermeidet man Blasen und Druckstellen? Eine weitere essenzielle Frage ist: Für welche Art von Wanderung soll der Schuh geeignet sein? Bevor man sich auf die Suche nach einem Wanderschuh begibt, sollte man sich bewusst machen, welches Gelände man auf der Wanderung vorfinden wird. Braucht man den Schuh eher für lange Spaziergänge auf befestigten Wegen? Oder möchte man mit ihm eine Fernwanderung durch entlegene Gebiete machen? Muss der Schuh fürs Bergsteigen oder für Klettersteige geeignet sein? Idealerweise ist der perfekte Wanderschuh den Ansprüchen der jeweiligen Tour genau angepasst. Im Folgenden werden verschiedene Formen von Wanderschuhen und ihre jeweiligen Einsatzgebiete kurz vorgestellt.

  • Für die ausgedehnten Spaziergänge und kleinen Tageswanderungen reicht in der Regel ein robuster Halbschuh mit Gore Tex oder ein leichter Wanderschuh aus. Letzterer ist knöchelhoch und bietet mehr Halt und Schutz als ein Alltagsschuh. Das Tragegefühl ähnelt dem eines Sportschuhs.
  • Ordentliche Wanderstiefel wiegen locker mehr als 500 g, teilweise bis über 800 g. Das ist auf Dauer deutlich in den Beinen zu spüren. Daher empfiehlt es sich, den Schuh vor einer längeren Tour immer wieder auf kurzen Spaziergängen einzutragen. Der hohe Schaft bietet selbst bei unebenem Gelände guten Halt. Die Sohle ist dick und steif, sodass Unebenheiten, Steine oder Dornen an der Fußsohle nicht zu spüren sind. Das Außenmaterial ist meistens Leder. Dieses ist atmungsaktiv, Wasser abweisend und äußerst robust.
  • Eine Steigerung zu Wanderstiefeln sind Trekkingschuhe. Diese sind noch einmal schwerer und stabiler als Wanderstiefel. Sie geben dem Wanderer ein gutes Gefühl für den Untergrund, um Stolpern und Rutschen zu vermeiden. Außerdem sind sie äußerst steif und stützen so den Fuß, der bei schwerem Gepäck extremer Dauerbelastung ausgesetzt ist.
  • Bergstiefel sind speziell auf Touren in steinigem, teils vereistem Gelände ausgelegt. Die absolut steife Sohle ist so geformt, dass man mit ihr lange Strecken bequem zurücklegen kann. Ein nicht ganz so hoher Schaft sorgt für die nötige Bewegungsfreiheit beim Klettern. Außerdem sind Bergstiefel so geformt, dass problemlos Steigeisen angelegt werden können.
  • Letzten Endes gibt es noch die Stiefel für Touren in die höchsten Gebiete dieser Erde. Hochtourenstiefel sind auf eisigen und felsigen Untergrund ausgelegt. Eine hervorragende Isolation gegen Kälte sorgt selbst bei andauernden Minusgraden für einen warmen Fuß. Die Stiefel nehmen Automatik-Steigeisen auf und wiegen selten unter 1 kg.
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